Zusatzqualifikation Ernährungsberatung

Ungesunde Ernährung soll nach einer kürzlich im Fachblatt „The Lancet“ publizierten Studie für rund 20% der Todesfälle weltweit verantwortlich sein. Auch wenn das Studiendesign tatsächlich keine klaren Ursache-Wirkungs-Rückschlüsse erlaubt, so ist doch eines klar: Ernährungsberatung durch Heilpraktiker ist ein Angebot mit Zukunft, das extrem viele Menschen anspricht. Sie wirkt nicht nur präventiv, sondern dient auch als Basis und Stütze anderer Therapien.

Zusatzqualifikation Ernährungsberatung

Zusatzqualifikation Ernährungsberatung

Die Wichtigkeit einer gesundheitsfördernden Ernährungsweise ist heute den meisten Menschen bewusst. Dennoch ist der Bedarf an konkreter Hilfestellung hoch – der anhaltende Erfolg des TV-Formats „Die Ernährungs-Docs“ beweist es. Als Heilpraktiker können Sie einen entscheidenden Beitrag zur Wissensvermittlung, Prävention und Ernährungstherapie leisten. Gleichzeitig sprechen Sie mit diesem Angebot neue Patientengruppen an. Zielgruppen für eine Ernährungsberatung sind u.a.:

  • Gesunde, die Problemen vorbeugen möchten,
  • Risikogruppen, z.B. Menschen mit Übergewicht,
  • Menschen in besonderen Lebenssituationen (Senioren, Personen mit hoher körperlicher oder psychischer Belastung, Schwangere …).

Auch Menschen mit Fehl- oder Mangelernährung, mit ernährungsbedingten Erkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind für eine qualifizierte Beratung besonders dankbar.

Information, Kommunikation und Motivation

Zu einer erfolgreichen Ernährungsberatung gehört zunächst einmal die allgemeine Informationsvermittlung. Konkrete Probleme Ihrer Patienten sollten Sie in individuellen Ernährungsanalysen gemeinsam herausarbeiten. Ist eine Ernährungsumstellung angezeigt, begleiten Sie Ihre Patienten und fördern deren gesundheitsbewusstes Ernährungsverhalten. Hierbei spielen Kommunikation und Motivation eine äußerst wichtige Rolle, denn trotz eines „Aha“-Effektes bei der Beratung selbst werden die Maßnahmen im Alltag oft nicht richtig umgesetzt. Daher sollte ein Kommunikationstraining wertvolle Ergänzung einer Fort- oder Weiterbildung zum Thema Ernährung sein.

Tipp:
Broschüren der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung speziell zum Thema Kommunikation in der Ernährungsberatung finden Sie hier.

Gut ausgebildet

Es werden diverse Ausbildungen zum Ernährungsberater angeboten, darunter auch Fernlehrgänge. Die Inhalte umfassen z.B.• Aufgaben der Ernährung, Nahrungsbestandteile, Prinzipien der Essenszubereitung

  • Ernährung zur Vorbeugung von Fehl- und Mangelernährung
  • Durchführung von Ernährungsanalysen und Erstellen von Diätplänen
  • Diätformen bei speziellen Krankheitsbildern
  • parenterale und enterale Ernährung
  • Wechselwirkungen von Arznei- und Nahrungsmitteln
  • Rhetorik und Kommunikation, (ernährungs-)psychologische Aspekte der Beratung
  • gesetzliche Grundlagen.

Zu den Grundlagen der Ernährungslehre gehören u.a. Informationen über Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, fett- und wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und die Anatomie und Physiologie des Verdauungstraktes. Bei den speziellen Krankheitsbildern können Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Erkrankungen, Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Neurodermitis, Allergien u.a. Schwerpunkte bilden. Besonders wichtig ist zudem die Wissensvermittlung zu Über- und Untergewicht. An diesem inhaltlichen Spektrum richten sich auch Ihre möglichen Angebote an die Patienten aus.

Tipp:
Die Berufsverbände sind die erste Adresse, wenn es um die Zusatzausbildung Ernährungsberatung geht. Es lohnt sich außerdem, bei regionalen Fortbildungsträgern anzufragen, die Kurse zum Thema im Programm haben. Einen ersten Überblick über verschiedene Anbieter finden Sie hier.

Den Praxisschwerpunkt ergänzen

Wenn Sie Ihre Ernährungsberatung mit anderen Praxisschwerpunkten kombinieren möchten, versuchen Sie ein Fortbildungsangebot zu finden, in dem auf Ihre Themenwünsche besonders eingegangen werden kann. Wenn Sie zum Beispiel vor allem betagte Patienten ansprechen, bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. Kurse zur „Ernährung im Alter und hohen Alter“ an. Wenn Sie eine TCM-Praxis führen, schauen Sie sich nach Fortbildungen um, welche die chinesische Ernährungslehre nach den fünf Elementen mit einbeziehen.

Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung

Die Bezeichnungen „Ernährungstherapeut“ bzw. „-berater“ sind in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Umso wichtiger ist es, sich um eine fundierte Zusatzausbildung zu kümmern, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und die entsprechend zertifiziert wird. Auf diese Weise grenzen Sie sich von vornherein von unseriösen Ernährungsberatungs-Angeboten schlecht ausgebildeter Therapeuten ab, die in der Vergangenheit immer wieder diskutiert wurden. Übrigens: Selbst von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. zertifizierte Fortbildungen sollten Sie genau anschauen, denn ein Teil der DGE-Empfehlungen steht seit einiger Zeit als nicht mehr zeitgemäß in der Kritik.
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