Behandlungsschwerpunkt Hautgesundheit

Unsere Haut ist einzigartig. Sie bietet Schutz, dient als Ausscheidungsorgan und ist gleichzeitig das unmittelbarste Kontaktorgan zu unserer Umwelt und unseren Mitmenschen. Das spiegelt sich in zahlreichen Redewendungen wider, wie „unter die Haut gehen“, „mit heiler Haut davonkommen“ oder „nicht aus seiner Haut können“. An der Hautoberfläche manifestieren sich oftmals innere Dysbalancen – auch durch Symptome, die normalerweise nicht gleich als regelrechte Hauterkrankung eingeordnet werden, sondern zunächst „nur“ als Problemhaut. Es liegt auf der Hand, dass Menschen mit Hautproblemen jeglicher Art auf ganzheitliche Weise besonders gut geholfen werden kann. Mehr und mehr Heilpraktiker machen daher Hautgesundheit zu ihrem Praxisschwerpunkt.

Behandlungsschwerpunkt Hautgesundheit

Behandlungsschwerpunkt Hautgesundheit

Das Thema Hautgesundheit betrifft eine sehr große und heterogene Patientengruppe. Im Vordergrund stehen zunächst Patienten mit Hauterkrankungen. So sind heute 10–15 Prozent der Schulkinder von Neurodermitis betroffen, rund 80 Prozent der Jugendlichen haben Akne. Geschätzte 8 Prozent der Deutschen leiden unter Juckreiz, bei zwei Dritteln von ihnen ist eine Hauterkrankung die Ursache. Andere vordringliche Themen sind:

  • sonstige Dermatitiden
  • Rosazea
  • Mykosen der Haut und der Nägel
  • Warzen
  • Allergien
  • Herpesinfektionen u.v.m.

Wichtige Grundlage: Keine Berührungsangst zeigen

Menschen mit Hautkrankheiten fühlen sich oft stigmatisiert und leiden unter den Reaktionen ihrer Umgebung auf ihr verändertes Äußeres. Für eine vertrauensvolle Therapeuten-Patienten-Beziehung wäre es fatal, wenn Ihre Patienten den Eindruck bekämen, dass auch Sie vor einem Kontakt zurückscheuen. Zeigen Sie daher auf verschiedene Weise, dass die Patienten bei Ihnen gut aufgehoben sind – zum Beispiel mit einem herzlichen Händedruck oder einem der Situation angemessenen Berühren nicht erkrankter Hautpartien. Gerade bei Menschen mit Hautproblemen ist solch eine neutrale Berührung bereits eine wichtige Basis für die Behandlung.

Therapien für die Haut

Hauterkrankungen liegt sehr oft eine systemische Störung zugrunde. Die Symptome werden dabei als Zeichen verstanden, dass der Körper versucht, Schadstoffe über die Haut abzuleiten. Im Zentrum der Behandlung werden oftmals der Magen-Darm-Trakt und das Lymphsystem stehen. Selbst wenn Sie den „Schwerpunkt Haut“ in Ihrer Praxis ganz neu setzen, ist es daher nicht unbedingt notwendig, neue Therapieformen zu erlernen. Gute Erfolge lassen sich beispielsweise mit Klassikern erzielen wie:

Mögliche Erweiterung: Dermokosmetik

Heilpraktiker sind oftmals auch Präventionsberater. Ziel ist es, dass die Patienten gar nicht erst Beschwerden entwickeln. Konsequent weitergedacht, lässt sich der „Praxisschwerpunkt Hautgesundheit“ daher sinnvoll durch Anwendungen erweitern, welche die Haut gesund und schön erhalten. Denn es ist eine wesentliche Grundlage für Gesundheit und gesundes Alltagsverhalten, sich in seiner Haut rundum wohlzufühlen.

Keine Heilkunde im eigentlichen Sinn

Natürlich gehören kosmetische Behandlungen nicht zur Heilkunde im eigentlichen Sinn. Dennoch gibt es Berührungspunkte. Was ist zum Beispiel mit Hautproblemen, denen zwar keine regelrechte Erkrankung zugrunde liegt, die aber das Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen? Viele Heilpraktiker bieten daher inzwischen selbst kosmetisch-ästhetische Hautbehandlungen an – eine Ergänzung des Angebots, die Therapeuten mit Schwerpunkt Hautgesundheit im wahrsten Sinne des Wortes gut zu Gesicht stehen kann. Infrage kommt zum Beispiel die Behandlung von Narben und Akne-Narben, Pigmentflecken, Sonnenschäden, Cellulite, Haarausfall, als störend empfundenen Falten, sensibler oder trockener Haut.

Neue Methoden lernen

Therapieverfahren, die nicht zum Grundlagenwissen eines Heilpraktikers gehören – zwei Beispiele unter vielen wären die kosmetische Akupunktur oder das Microneedling zur Revitalisierung der Haut – sollten stets grundlegend erlernt werden. Achten Sie unbedingt auf hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Entsprechende Angebote wenden sich meist an eine etwas größere Zielgruppe als nur an Heilpraktiker, darum lohnt sich ein Blick über den Fortbildungs-Tellerrand.

Tipp:
Um auch im dermokosmetischen Bereich ein attraktives Spektrum qualifizierter Behandlungen anzubieten, kann die Zusammenarbeit mit einer geprüften Kosmetikerin vor Ort sinnvoll sein.

Interessante Praxisfälle zum Thema Haut

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinfo