Nichtallergisches Asthma bronchiale

Beim Asthma bronchiale kommt es zu anfallsartigen Spasmen der ringförmigen Muskulatur in den Bronchien. Gleichzeitig erhöht sich die Produktion eines sehr zähflüssigen Schleims, der die Bronchiolen verschließt. Es gibt verschiedene Erscheinungsformen des Asthma bronchiale, die allesamt ein hyperreagibles Immunsystem gemein haben – wie auch das Symptombild mit anfallsartigem trockenem Husten, Atemnot und exspiratorischem Stridor (Giemen, Pfeifen und Brummen, besonders bei der Ausatmung).

Bei der intrinsischen, also nichtallergischen Form von Asthma bronchiale handelt es sich um eine weniger häufige Erscheinungsform dieser obstruktiven Lungenerkrankung, die nur bei etwa 15% der Asthmatiker vorkommt. Meist sind erst Erwachsene ab dem 4. Lebensjahrzehnt betroffen, Frauen leiden häufiger darunter. Das rein intrinsische Asthma hat meist einen wesentlich schwereren Verlauf als das extrinsische und ist seltener in der Familienanamnese zu finden. Oftmals sind jedoch die verschiedenen Asthmaformen wenig trennscharf zu differenzieren. Denn weitaus häufiger ist das gemischtförmige Asthma anzutreffen, das in der Kindheit oder Jugend mit allergischem Asthma beginnt und dann im Erwachsenenalter zusätzlich pseudoallergische Reaktionen auf nichtallergische Auslöser aufweist.

Ursachen für intrinsisches Asthma

Meist entwickelt sich die nichtallergische Form infolge nicht richtig ausgeheilter Bronchialinfekte, die durch Viren, manchmal aber auch Bakterien ausgelöst wurden. Die während der Krankheitsphase noch sinnvolle Immunreaktion wird nach Abklingen des Infekts nicht mehr gedrosselt und der Körper reagiert auf kleinste Stressoren mit einer pseudoallergischen Reaktion, welche typische Asthmasymptome hervorruft. Eine Vielzahl von Umwelteinflüssen und Reizstoffen kommt neben Infekten als Ursache ebenfalls infrage:

  • Noxen am Arbeitsplatz oder Umweltschadstoffe (Klebstoffe, Lacke, Mehlstaub, Holzstaub, Latex, Tierhaare, Pollen, Insektengifte, Chemikalien, Tabakrauch, Feinstaub, Abgase, Schimmel, Holzschutzmittel)
  • Schadstoffe in Lebensmitteln (Nitrite, Sulfite) und eine schlechte Ernährung
  • Medikamente (z.B. Acetylsalicylsäure, Blutdrucksenker und nichtsteroidale Antirheumatika)
  • Allergisches Asthma, das in die gemischte Form umschlägt
  • Psychische Ursachen (nicht als alleinige Ursache)

Asthma ist laut diversen Studien, wie etwa der GABRIEL-Studie, vor allem als Zivilisationskrankheit einzustufen. Denn in Populationen, die ohne moderne Technologien leben, ist diese Krankheit sehr selten anzutreffen. Die Studie konnte etwa beweisen, dass eine große Vielfalt an Mikroben, wie sie auf Bauernhöfen vorkommt, die Wahrscheinlichkeit verringert, an Asthma zu erkranken („Hygiene-Hypothese“).

Durch diese Faktoren kann intrinsisches Asthma ausgelöst werden

Wenn sich das bereits entgleiste Immunsystem mit einem akuten Trigger auseinandersetzt, kann dies den ersten intrinsischen Asthmaanfall auslösen. Das geschieht meist infolge einer Virusinfektion. Aber es kommen noch weitere Erstauslöser infrage:

  • Störfelder (Eiterherde, Wurzelentzündungen, Polypen)
  • Körperliche oder seelische Überanstrengung
  • Klimatische Bedingungen (Wechsel zwischen warmer und kalter Luft, Kaltluft, trockene Luft, Wind)
  • Gerüche von chemischen Verbindungen (Lösungsmittel)
  • Küchendämpfe
  • Refluxkrankheit

Prophylaxe und Linderung

Jeder Asthmaanfall bedeutet eine große körperliche Belastung, u.a. auch, weil er zu einer Überblähung der Lungenbläschen führt und langfristig einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung Vorschub leisten kann. Neben einer adäquaten schulmedizinischen Behandlung ist auch und gerade die naturheilkundliche Therapie ergänzend äußerst sinnvoll.

Eine gute Asthmaprophylaxe basiert auf einer sorgfältigen Analyse und Reduktion alltäglicher Stressoren ebenso wie auf einer gesunden Ernährung. Noxen und andere Reizstoffe sollten strikt gemieden werden. Das richtige Maß an körperlicher Bewegung (also weder Couch-Potato noch Leistungssportler) sollte individuell ermittelt werden. Übertriebene körperliche Anstrengung ist kontraproduktiv, da sie Asthmaanfälle auslösen kann. Ein gesundes, schimmelfreies Raumklima mit relativ niedriger Luftfeuchte ist ebenso wichtig wie die Prophylaxe von Infekten bzw. deren frühzeitige Behandlung.

Naturheilkundliche Behandlung

Asthmatische Beschwerden lassen sich mit naturheilkundlichen Behandlungsansätzen oft deutlich bessern. Asthma bronchiale ist eine vielschichtig bedingte Erkrankung, die sowohl durch körperliche als auch durch seelische Einflussfaktoren (mit) ausgelöst werden kann.

Die Naturheilkunde sieht asthmatische Beschwerden im Zusammenhang zwischen Lunge, Darm und Vegetativum. Eine dysbiotisch besiedelte Darmschleimhaut bildet in vielen Fällen die Basis für Atemwegsinfekte, die im Zusammenhang mit emotionalen Auslösern wie Stress oder unterdrückter Aggression oft zu asthmatischen Symptomen führen können. Eine Stuhluntersuchung und die Behandlung der Stressachse ergänzen die Akutbehandlung daher wirkungsvoll.

In der antihomotoxischen Medizin wird die akute Asthmasymptomatik mit homöopathischen Komplexmitteln wie Tartephedreel N, Drosera-Homaccord oder Drosera compositum Cosmoplex gelindert. Diese Präparate können auch begleitend zur bestehenden schulmedizinischen Asthmatherapie eingesetzt werden, da sie nicht nur symptomatisch bei Luftnot wirken, sondern auch die entzündliche Reaktion der Bronchialschleimhaut bessern. Besteht die asthmatische Reizung der Bronchien aufgrund einer Erkältung, kann zunächst auch Husteel versucht werden.

Die bioregulatorische Therapie wird mit Mucosa compositum, 2-mal pro Woche 1 Ampulle, eingeleitet und von einer Zell- und Organstärkung mit Punlmo suis-Injeel oder Bronchus suis-Injeel begleitet. Voraussetzung für eine Asthmatherapie ist in der Homotoxikologie immer auch, dass die Zufuhr von Toxinen vermieden wird. Bei Asthma sollte die Ernährung umgestellt werden und auf Kuhmilch, Weizen und Schweinefleisch generell verzichtet werden.

Außerhalb des akuten Krankheitsgeschehens kann durch entgiftende Präparate eine Entlastung der Matrix zur Stabilisierung beitragen. Lymphomyosot N mit 3-mal täglich 20 Tropfen wird für 4–6 Wochen zusammen mit Nierentropfen Cosmochema, 3-mal täglich 5 Tropfen, und Hepeel N, 3-mal täglich 1 Tablette, eingenommen. Zur Stabilisierung der Stressachse sind die Präparate Glandula suprarenalis suis-Injeel sowie Hypophysis suis-Injeel geeignet, die 2-mal pro Woche über etwa 5 Wochen eingesetzt werden können. Als Basistherapeutikum bei Stressbelastung wirkt Neurexan ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Sind die Beschwerden chronisch, kann zusätzlich Nervoheel N zur Unterstützung des Vegetativums bei Erschöpfung gegeben werden.

Asthma bronchiale ist eine sehr individuelle Erkrankung, daher müssen die oben genannten Therapievorschläge sehr genau auf den Einzelfall abgestimmt werden. Weitere optionale Therapieansätze bei Asthma bronchiale entnehmen Sie auch dem Therapieschema „Untere Atemwege“ der Expertengruppe Homotoxikologie.


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